Graciela Quan
Graciela Quan Valenzuela, geboren 1911, wird 1943 die erste Anwältin von Guatemala.
Hintergrund
Als Präsidentin der Interamerikanischen Kommission der Frauen erklärt Graciela Quan 1959: Der Aufbruch hin zur Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau sei keine Vision mehr, er habe begonnen.
Es sind die gerade Widerstände, die in ihr den Willen entfachen, etwas zu verändern. Als sie 1943 ihr Jurastudium abschliesst, ist guatemaltekischen Frauen noch nicht einmal das Bürgerrecht gewährt. Mit ihrem Abschluss schreibt sie Geschichte. Als erste Anwältin des Landes steht ihr Erfolg nicht nur für sie selbst, sondern für den Aufbruch vieler Frauen in eine neue Zeit. Für Quan ist klar, dass dieser Zustand nicht hinnehmbar ist. Ihre Abschlussarbeit wird zum Baustein eines neuen Gesetzesentwurfs. 1944 gründet sie gemeinsam mit engagierten Frauen die Union der guatemaltekischen Frauen für die Staatsbürgerschaft. Gemeinsam veranstalten sie Kongresse, verfassen Zeitungsartikel und reichen Petitionen ein. Auf diese Weise verschaffen sie dem Bürgerrecht einschliesslich des Wahlrechts für Frauen endlich den Durchbruch. Es ist das Ergebnis jahrelanger Stimmen wie der ihren. Beharrlich, klug und unüberhörbar.
(Quellen: Borrayo 2010, de Calvo 1959, Wikipedia)
Lebensstationen
- 1911 geboren in Guatemala
- 1943 Studiumsabschluss an der Universität San Carlos von Guatemala
- 1944 Gründung der Union guatemaltekischer Frauen für die Staatsbürgerschaft
- 1956-1957 Delegierte bei den Vereinten Nationen und Beraterin des Präsidenten Carlos Castillo Armas in sozialen Fragen
- 1957-1961 Präsidentin und Vertreterin Guatemalas in der interamerikanischen Kommission der Frauen bei der Organisation Amerikanischer Staaten
- 1999 Tod
Weiterführende Informationen
- Patricia Borrayo: "Mujeres y participación política: Unión Femenina Guatemalteca Pro Ciudadanía, por el derecho de las mujeres al voto (1944–1945)", in: Diálogo 10 (2010), S. 2-4.
Letzte Aktualisierung: J. Niederberger.
Verantwortlich: A. Tschentscher.