Salma Sobhan
Salma Sobhan (geboren als Rasheda Akhtar Banu), geboren 1937, wird 1959 die erste Anwältin Pakistans.
Hintergrund
Salma Sobhan zeichnet das Porträt einer wegweisenden Juristin, Akademikerin und Menschenrechtsaktivistin in Pakistan und Bangladesch. Aus einer wohlhabenden in London ansässiger Diplomatenfamilie stammend, verfügt sie über beste Voraussetzungen für eine erfolgreiche Karriere. Mit 21 Jahren wird sie nach ihrem Jurastudium an der University of Cambridge als Anwältin zugelassen. Sie beginnt sodann ihre Laufbahn in einer Kanzlei in Karachi und gilt als erste praktizierende Anwältin Pakistans. Wenige Jahre später entschliesst sie sich nicht weiter zu praktizieren und wendet sie sich stattdessen der Lehre an der juristischen Fakultät der Universität Dhaka zu, um die neue Generation an Juristinnen zu unterrichten.
In den 1980er Jahren leistet sie als Mitbegründerin und Leiterin der bangladesischen Menschenrechtsorganisation Ain o Salish Kendra (ASK) einen wichtigen Beitrag. Ein zentrales Anliegen von Sobhan ist die Förderung der Rechte von Frauen aus den ländlichen Regionen Bangladeschs. Mit gezielten Programmen gelingt es ihr, Dorfbewohnerinnen über ihre Rechte aufzuklären. Sie ermutigt sie, sich gegen die im Namen der Religion auferzwungenen Ungerechtigkeiten zu wehren. Sobhan nutzt ihre privilegierte Herkunft für den Kampf gegen soziale Ungerechtigkeiten und setzt sich konsequent für die Rechte benachteiligter Gruppen ein.
Lebensstationen
- 1937 geboren als Resheda Akhtar Banu in London
- 1958 Abschluss Jurastudium an der University of Cambridge
- 1959 Zulassung zur Anwältin (Barrister)
- 1959-1962 tätig in einer Anwaltskanzlei in Karachi
- 1962-1981 Dozentin an der Rechtsfakultät der Universität von Dhaka
- 1974 Forschungsstipendiatin am Bangladesh Institute of Law and International Affairs
- 1986-2001 Gründung und Geschäftsführung der Menschenrechtsorganisation Ain o Salish Kendra (ASK)
- 2003 Tod
Weiterführende Informationen
- Hossain Hameeda, "In Memoriam. Salma's journey into activism", in: The Daily Star, Ausgabe vom 31. Dezember 2004
Letzte Aktualisierung: J. Niederberger.
Verantwortlich: A. Tschentscher.